Wirtschaft von Fuerteventura:

Der Hauptwirtschaftszweig ist der Tourismus. Viele Sportarten werden angeboten - vor allem Wassersport: Segeln, Surfen, Schwimmen, Wasserski, Jetski, Tauchen und mit Einschränkungen auch Wandern und (Kamel-)Reiten sind beliebt. Beim Wandern unterschätzt man im heißen Ödland leicht die Entfernungen und den Bedarf an Trinkwasser. Vom Fahrradfahren wird abgeraten, da die Autofahrer an Radler auf den Hauptstraßen nicht gewöhnt sind und abseits der Straßen das Radeln schwierig ist. Bauern bieten regionale Produkte an und partizipieren damit geringfügig am Tourismus. Wenn sie aber nicht gerade im Besitz küstennaher Weideflächen war, geht der Fortschritt am Großteil der alteingesessenen Bevölkerung vorbei oder schadet sogar den traditionellen Großfamilien durch Abwanderung der Jugend in die Touristenorte und das besonders bei Immobilien gestiegene Preisniveau. Vorteile sind in der verbesserten Infrastruktur zu sehen. Die Arbeitslosigkeit ist relativ niedrig, die meisten spanischen Servicekräfte kommen jedoch vom Festland und sprechen verschiedene Dialekte. Regionale Produkte sind vor allem Ziegenkäse und Meersalz, Kanarische Kartoffeln (Papas Arrugadas) und Kanarische Tomaten (rückläufig). In Tiscamanita (Gemeinde Tuineje) wird seit längerer Zeit die Heilpflanze Aloe Vera gezüchtet, angebaut und exportiert. Dieses einheimische Bioprodukt ist allerdings durch Markenpiraterie und Billigimporte bedroht.